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Foodfotografie und wie ihr eure Fotohintergründe selbst machen könnt

Bei Foodblogs steht das Rezept im Vordergrund. Keine Frage. Wenn mich ein Kuchen oder herzhaftes Gericht vom Namen her anlockt, klicke ich drauf und schaue mir alles genauer an. Aber Hand aufs Herz. Die Bilder machen schon einiges aus, oder? Ich merke das bei meinen eigenen Fotos total. Ein paar kleine Beispiele, die mir fast schon peinlich sind, zeige ich euch weiter unten. Ich blogge jetzt seit 9 Monaten und habe mich in dieser Zeit Stück für Stück entwickelt. Das Fotografieren fällt mir leichter (natürlich auch wegen der neuen Kamera), ich habe ein besseres Gefühl für Perspektiven bekommen und natürlich haben sich auch ein paar Teller und Schüsseln angesammelt, die auf einem Bild besser wirken als die alten weißen Tellerchen von IKEA. Meine Fotos sind noch lang nicht perfekt und ich habe sowieso immer etwas an ihnen zu bemängeln, aber dennoch möchte ich euch zeigen, dass die Fotos eben doch indirekten Einfluss darauf haben, ob wir uns von einem Rezept angesprochen fühlen.

Neben der richtigen Perspektive und hübschen Tellern sind auch die Hinter- und Untergründe von Fotos wichtig. Sie bringen eine gewisse Stimmung rüber und decken außerdem das Chaos in der Bude ganz gut ab. Das will nämlich keiner von euch sehen. 😉 Bei mir haben sich mit der Zeit ein paar Hintergründe angesammelt, die ihr für wenig Geld und mit ein paar Dingen aus dem Baumarkt leicht nachmachen könnt. Wie das geht, zeige ich euch gleich.
Vorher aber erstmal die versprochenen Vergleichsbilder. Seid ihr bereit? Links jeweils Fotos aus meiner Anfangszeit, rechts aktuellere… *ichbinndannmalweg*

Es handelt sich jeweils um das gleiche Rezept, nur die Aufmachung und die Foto-Untergründe und Hintergründe sind anders. Was hat mich damals eigentlich dazu getrieben, das grüne Plastik-Schneidebrett als Hintergrund zu verwenden? Die Brötchen, und die sind WIRKLICH lecker, sehen davor aus wie harte Steine. Ich hab sie neulich wieder neu fotografiert. Auf meinem neuen blauen Holz-Untergrund. Sie wirken viel frischer und leckerer, findet ihr nicht auch? Außerdem ist es für das Auge viel interessanter, auch mal andere hübsche Perspektiven zu haben.

Auch bei den Pesto-Bildern, die ich irgendwann mal neu geknipst habe, ist klar zu sehen, dass die „Setgestaltung“ doch einiges bewirkt. (Das rechte Bild ist auch nicht perfekt. Da hatte ich noch nicht meine tolle Tageslichtlampe und das Licht war alles andere als nett an diesem Tag). Dennoch wirkt das Pesto gleich viel ansprechender als auf dem linken Bild. Ich hab wohl gemeint, dass man dem Pesto schon ansieht, dass es lecker sein muss. Ich war immerhin noch völlig paralysiert vom Probe-Kosten. Natürlich wirkt es so in die IKEA-Glasschüssel reingematscht alles andere als schmackhaft. Besser kommt es schon in einem kleinen Gläschen, auf weißem Untergrund und mit ein paar Requisiten im Hintergrund.
Das letzte Vergleichsbild, was ich euch zeigen möchte, ist das Nutella-Foto. Links ganz Frisch-Blogger-Like auf dem Platzset vom Schweden mit Holz-Schneidebrettchen-Hintergrund, rechts auf einem hübschen Stoff mit verschwommenen Requisiten im Hintergrund, die zum Thema Frühstück passen. Auch die Perspektive und die Tiefenschärfe gefällt mir von den neuen Fotos viel besser.
Na, überzeugt?

Jetzt sollt ihr aber nicht länger warten. Hier meine DIY Hintergründe.

1. Lackierte Sperrholzplatten





Eine Möglichkeit sind dünne Sperrholzplatten, die ihr für kleines Geld im Fünferpack im Baumarkt kaufen könnt. Ihr könnt sie entweder in der Holzfarbe lassen oder aber farbig pinseln. Ich habe eine der Platten zum Beispiel Weiß gemacht, das passt überall. Eine andere habe ich vorne Schwarz und hinten mit Türkis lackiert. 
Die Platten haben den Vorteil, dass sie super leicht sind und sowohl als Unter- als auch als Hintergrund benutzt werden können.

2. Tapeten

Eine andere Variante sind Tapeten. Oft bieten Baumärkte tolle Tapeten in Holzoptik an. Ich habe für meine gar nichts bezahlen müssen, denn der Verkäufer hat mir freundlicherweise angeboten, das letzte Stück als Probe mitzunehmen. Ich habe einen Teil davon auf eine der Sperrholzplatten tapeziert (oben im Bild). Dazu einfach etwas Kleister anrühren, die Platte damit einpinseln und die Tapete darauf glatt streichen. Es empfiehlt sich, nachher nochmal mit einer Gummirolle darüber zu gehen, damit die Luftbläschen raus gehen. Das andere Stück Tapete habe ich zusammengerollt gelagert. Man kann es auch ohne Verstärkung darunter super als Untergrund benutzen.

3. Holzbretter

Meine neuste Konstruktion sind Profilbretter, die ich mir im Baumarkt hab zuschneiden lassen. Ich habe sie ineinander gesteckt (wie beim Klick-Laminat) und das Gesamtwerk dann mit zwei Latten auf der Hinterseite verstärkt. Dazu einfach etwas Holzleim verwenden, das funktioniert einfacher uns schneller, als wenn ihr den Bohrer zückt. Im Anschluss habe ich den Untergrund mit himmelblauem Lack und einer speziellen Lackrolle bearbeitet. 

4. Möbel als Hintergrund





Vielleicht habt ihr ja einen hübschen Tisch oder eine schöne Kommode, die sich als Hintergrund für eure Fotos eignet. Bei ein paar Rezepten habe ich meinen (mittlerweile ziemlich verwitterten) Balkontisch verwendet. Möglich wäre auch der Beistelltisch rechts im Bild. Allerdings spiegelt er mir etwas zu viel.

Ihr seht, es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, sich seine Fotohintergründe selbst zu machen. Eine weitere super Idee seht ihr auch noch hier bei der lieben Katharina. Mit ein paar hübschen Stoffen und schönem Geschirr wirkt euer Gericht gleich schon viel ansprechender. Schaut mal, was sich bei mir mittlerweile schon für Stoffe angesammelt haben. Dabei sind Geschirrtücher, Tischläufer, Stoffservietten und Wellpappe. Guckt mal, ob ihr die Sachen zukünftig in meinen Posts entdeckt 😉

Wie wichtig findet ihr die Fotos zu den Gerichten?
Und wenn ihr Blogger seid: Mit welchen Hintergründen arbeitet ihr?


Hier geht’s übrigens zu Teil 2 🙂

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