Foodfotografie: Wie ihr eure Fotohintergründe selbst machen könnt Teil II und ein paar Empfehlungen

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Mein letzter Post zum Thema „Fotohintergründe selbst machen“ kam bei euch anscheinend gut an. Selten habe ich zu einem Beitrag so viel Rückmeldungen und liebe Mails bekommen, in denen ihr nach mehr Input fragt. Den möchte ich euch heute geben, denn auch meine Hintergrundsammlung hat sich erweitert. Beim letzten Mal habe ich euch schon gezeigt, was Fotos ausmachen. Die Vorher-Nachher-Fotos sind für mich erschreckend 😀 Aber auch lehrreich. Das Auge isst eben mit.
Im letzten Post habe ich euch schon vier mögliche Ideen für Untergründe gezeigt: Lackierte Sperrholzplatten, Tapeten, Profilbretter und Möbel. Heute kommen noch ein paar weitere Ideen hinzu. Außerdem werde ich euch zeigen, mit welchen Requisiten ich noch so arbeite und welche Literatur mir dabei hilft, mich bezüglich Fotografie immer mehr zu verbessern 🙂

1. Holzbretter (sägerau)

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Es lohnt sich immer wieder, mal in den Kleinanzeigen zu stöbern. Ich habe als Suchbegriff ganz einfach „Holzbretter“ eingegeben und bin auf eine Anzeige gestolpert, in der ein Herr sägeraue Holzbretter verkaufte. Ich konnte sie ihm für wenige Euro abkaufen. Sie sind völlig unbearbeitet. Man könnte sie abschleifen, aber mir gefiel besonders das Raue auf den Fotos unglaublich gut. Natürlich muss man so aufpassen, dass man sich keinen Holzsplitter zufügt.
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Die Bretter sind ziemlich lang (ich schätze 1,50m), so kann ich sie nicht nur als Untergrund, sondern auch als tatsächlichen Hintergrund nutzen, wenn ich sie senkrecht an die Wand stelle. Sie sind recht schwer, deswegen lasse ich sie einzeln und bringe keine Querstrebe wie bei den Profilbrettern aus Teil 1 meiner Fotohintergründe-Serie  an. Eine Seite der Bretter werde ich noch weiß streichen, denn einen weißen Hintergrund hab ich noch nicht.



2. Sperrholzplatten mit Krakelier-Effekt

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Für den zweiten Hintergrund habe ich eine der Sperrholzplatten aus dem Fünferpack von damals verwendet. Ich wollte, dass der Untergrund aussieht, als sei er sehr alt und die Farbe leicht abgeblättert. Ihr braucht dazu zwei verschiedene Acrylfarben (am besten kontrastreiche Farben) und Krakelierlack, den es zum Beispiel im Bastelladen gibt. Ich hatte mein Glück zuvor auch in mehreren Baumärkten versucht, habe aber nur verwirrte Blicke geerntet. Und da ich einige Umwege in Kauf nehmen musste und auch mit dem Ergebnis nicht ganz so zufrieden bin, hier ein paar Tipps für euch: 1. Benutzt ganz normale Acrylfarbe (die man auch auf Leinwänden benutzt). Ich habe Acryllack aus dem Baumarkt genommen und habe nicht diese schönen langen großen Risse hinbekommen.
2. Tragt mit einem Pinsel zuerst die Farbschicht auf, die ein wenig durchblitzen soll (bei mir war das ein helles Grau) und lasst sie gut trocknen.
3. Dann kommt der Krakelierlack zum Einsatz. Tragt ihn mit einem Pinsel in EINE Richtung gleichmäßig auf. Je mehr Lack ihr verwendet, umso tiefer werden die Risse. Lasst ihn trocknen.
4. Dann kommt die zweite Farbschicht drauf (bei mir ein sattes Braun). Pinselt sie in die gleiche Streichrichtung wie zuvor auf.
Ihr werdet schnell sehen, dass die Farbe zu reißen beginnt. Streicht also in keinem Fall ein zweites Mal drüber.

3. Farbige Holztapete

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Ich habe mir außerdem noch ein paar Musterstücke an Tapete mitgeben lassen. Dafür müsst ihr im Normalfall nichts bezahlen und wie ihr seht, reichen die Musterstücke völlig aus. Neben weißen Holzoptik-Tapeten freue ich mich ganz besonders über die mintfarbene. Mal schauen, wo sie zum Einsatz kommt. Ihr könnt die Tapeten wie im ersten Beitrag entweder auf die Spanplatten tapezieren (dann wellt sich nichts), einfach zusammenrollen und bei Gebrauch auf dem Tisch/Boden ausrollen oder aber ganz fix mit doppelseitigem Klebeband auf einer Spanplatte, Kork oder sonstigen aufkleben.

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Eigentlich hatte ich noch einen vierten Hintergrund für euch, aber der ist schlichtweg nichts geworden. Glatter FAIL. Ihr wollt nicht wissen, wie ich mich und den Wohnungsboden mit WASSERFESTEM Lack eingesaut habe. Ich war wie immer der Meinung, dass Handschuhe völlig überbewertet sind uns ein wenig Plastikfolie unter der Spanplatte ausreicht. Ich war auch der Meinung, dass ich das „noch schnell vor Arbeitsbeginn“ fertigbringen kann. Nein, kann ich nicht. Am Ende war ich viel zu spät dran, der Boden voller blauer Farbe, die Hände voller blauer Farbe und meine Stirn… Naja. Habt ihr eure Haut schonmal mit Nagellackentferner bearbeitet? Nicht cool, sag ich euch. Der Untergrund ist noch nicht mal schön geworden. Das ärgert mich am meisten. 😀 Ich liefer euch die Idee aber gern noch nach, wenn ich wieder die Muse habe, es mit der blauen Farbe aufzunehmen 🙂


Empfehlungen

1. Lampen

Da mich viele von euch vor allem noch gefragt haben, mit welchem Licht ich arbeite, zeige ich euch heute noch die ultimative Lösung für mich. Ich nutze nämlich diese Lichtschirme (Tageslichtlampen)*.

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Durch sie kann ich locker auch mal abends um 22 Uhr Fotos machen. Das wichtige ist, dass es Tageslichtlampen sind, denn jede andere würde ein unschönes warmes Licht mit Rotstich erzeugen. Die Lampen kann man recht klein zusammenfalten und in die beiliegende Tasche zurückpacken. Dann passen sie locker unters Bett oder auf den Schrank.
Auf dem Bild seht ihr auch schon, wo ich fotografiere. Vor einer weißen Wand. Das Fester habe ich beim Fotografieren sozusagen im Nacken. Das macht aufgrund der Tageslichtlampen aber auch nichts, denn die reichen wie gesagt als Lichtquelle völlig aus.

2. Bücher

Auch zwei Bücher zum Thema Foodfotografie möchte ich euch empfehlen:

1. Food-Fotografie: Leckere Bildrezepte für Einsteiger*
2. So kommt die Pasta richtig aufs Bild: Fotografie al dente*

Beide mag ich wirklich sehr. Sie sind unterschiedlich, geben aber viele tolle Tipps.

Ich hoffe, ich konnte einigen von euch nochmals etwas weiterhelfen. Gerne könnt ihr eure Tipps und Fragen wieder in die Kommentare schreiben. Über beides freue ich mich.

*Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen.

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